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Antivirenprogramme

Kostenlose Virenscanner Contra Bezahlversion

Bei Virenscannern kann prinzipiell zwischen vier verschiedenen Produktgruppen unterschieden werden. Da wären kostenlose Antivirenprogramme, einfache kostenpflichtige Antivirenprogramme, Antiviren-Suiten und Antiviren-Premium-Suiten. Kostenlose Antivirenprogramme sind in der Regel reine Virenscanner ohne Zusatzfunktionen und beschränken sich auf das Scannen von Dateien im Rahmen eines Systemscans und die meisten kostenlosen Antivirenprogramme bieten noch einen Echtzeitschutz, der alle Dateien bei Zugriff scannt und so im Notfall den Zugriff auf verseuchte Dateien blockieren kann, um Schaden vom Computer abzuwenden. Die meisten kostenlosen Antivirenprogramme basieren auf der Erkennung durch Virensignaturen, die in regelmäßigen Abständen vom Server des Herstellers heruntergeladen werden, aber es gibt auch schon die ersten kostenlosen Versionen sog. Cloud-Antivirenprogramme. Module, die Malware aufgrund ihres Verhaltens erkennen oder gar eine integrierte Firewall sind in der Regel den Bezahlversionen von Antivirenprogrammen vorbehalten. Oft zeichnen sich kostenlose Antivirenprogramme auch durch mehr oder weniger Werbung für ihre Bezahlversionen aus.

Einfache kostenpflichtige Virenscanner enthalten mehr Funktionen wie etwa Kindersicherung oder der Schutz vor Identitätsdiebstahl, sie sind einfacher zu bedienen, kommen ohne Werbeeinblendungen aus und bieten mehr Komfort als die kostenlosen Antivirenprogramme. Dennoch bieten sie bei weitem nicht so viele Features wie die Antiviren Suiten oder gar die Antiviren Premium-Suiten, die teilweise vor Funktionen nur noch so strotzen.

Antiviren Suiten und Premium-Suiten bieten dem sicherheitsbewussten User alle erdenklichen Sicherheitsfunktionen und -Module aus einer Hand unter einer Oberfläche vereint. Firewalls, Kindersicherungen, Backupfunktionen, Werbeblocker, Browser-Addons, Link-Scanner, die vor bösen Webseiten warnen, Spam-Plugins für gängige Mailclients, Modul zur Verwaltung von Passwörtern, Verwaltung anderer Computer übers Netzwerk und viele andere Module findet der sicherheitsbewusste User unter diesen Versionen.

Sicherlich kann sich ein einigermaßen versierter Computernutzer auch seine eigene Lösung aus Freeware-Produkten zusammensetzen, aber hier sollte er zum einen ein gewisses Maß an Hintergrundwissen und eine nicht unerhebliche Portion Freizeit mit bringen. In diesem Fall müssen die einzelnen Komponenten gewählt, installiert und konfiguriert werde und natürlich muss die selbst zusammengestellte Sicherheitslösung jederzeit aktuell gehalten werden, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Aber auch die großen Suiten haben ihre Nachteile. Wer zum Beispiel alle seine Passwörter im entsprechenden Modul seiner Sicherheitssuite abgelegt hat und aus irgendeinem Grund auf eine andere Antivirenlösung umsteigen möchte, wird möglicherweise vergeblich nach einer einfachen Möglichkeit suchen, die Daten von einem Programm ins andere zu tranferieren.

Sicherheit: Kostenlose Antivirenprogramme sind kaum schlechter.

Was die Grundfunktionen angeht, stehen die kostenlosen Antivirenprogramme ihren großen -kostenpflichtigen- Geschwistern kaum nach. Die Updateinterwalle für die Virensignaturen sind nach Angaben der Hersteller die gleichen, die Erkennungssoftware ist mehr oder weniger identisch, damit auch die Erkennungsraten, einzig durch Heuristik und anderen zusätzlichen Erkennungsmodulen für Malware erzielen die Bezahlversionen meist eine etwas bessere Erkennungsrate als ihre kostenlosen Versionen.

Geschwindigkeit kostenloser Antivirenprogramme

In Sachen Geschwindigkeit sieht es etwas anders aus. Hier zahlt sich die Tatsache, dass es sich bei kostenlosen Antivirenprogrammen um simplere Software handelt, die den Computer nicht so stark bremst, wie das komplexere Programme tun. In einem Test der Zeitschrift PCworld wurden die Startzeiten eines Testsystems ohne Antivirensoftware, mit kostenloser Antivirensoftware und mit einer Bezahlversion eines Antivirenprogramms getestet, dabei benötigte das System mit der Bezahlversion der Antivirensoftware zwei Sekunden länger als das System mit der kostenlosen Version des Antivirenprogramms. Die Unterschiede sind also denkbar klein.

Wo liegt denn jetzt der Vorteil der Bezahlversion gegenüber dem kostenlosen Antivirusprogramm?

Bezahlversionen von Antivirenprogrammen und vor allem die Suiten bieten eine große Fülle an Funktionen und Modulen, die es dem User einfach machen, den Rechner Malware-frei zu halten. Darüber hinaus ist der Support für kostenpflichtige Antivirenprogramme besser als bei kostenlosen Versionen, deren Support sich zumeist auf FAQ, eine online Knowledge Base und auf ein Forum beschränken. Wer auf Support und Komfort verzichten kann und auch damit leben kann, dass hier und da mal Werbung eingeblendet wird, wird durchaus mit einer kostenlosen Antivirenlösung leben können. Wer ein kostenloses Antivirenprogramm gewerblich einsetzen möchte, muss aufpassen. Avira, AVG und avast! schränken den Gebrauch ihrer kostenlosen Antivirenprogramme auf den privaten Gebrauch ein und untersagen die Verwendung auf Computern im Unternehmen.