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Globale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Botnetzen gefordert

Beim 25. Treffen der M3AAWG (Messaging, Malware and Mobile Anti-Abuse Working Group) Anfang Juni wurde kontrovers diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von schädlicher Software. Zwar haben Nationen wie Australien, Japan oder Deutschland bereits PC-Entseuchungszentren eingerichtet, andere Länder, darunter auch die USA, tun sich damit aber noch schwer.

Internationale Verhaltensregeln verbreiten sich nur schleppend

In Australien gibt es bereits seit zwei Jahren den "Internet Industry Code of Practice", in dem Informationen und Berichterstattungen über verseuchte Rechner enthalten sind. Dieser deckt nach Angaben der Internet Industry Accociation in Australien 90 % des Internets ab. Dem Projekt fehlen allerdings die globalen Partnerschaften. Unterschriftsreif ist beispielsweise eine Version des Kodex für Südafrika.

Die USA sind auf einem guten Weg

In den USA laufen mittlerweile Vorbereitungen zur Bekämpfung von sogenannten Botnetzen. Zu diesem Thema fand in der vergangenen Woche eine Diskussion im Weißen Haus statt - erste Prinzipien für die geplante Industry Botnet Group wurden festgelegt. Weiterhin wurde ein Anti-Bot-Kodex für die US-amerikanischen Zugangsanbieter manifestiert.
Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco, plant mithilfe der acht Millionen Euro EU-Subventionierung eine Datenbank mit Informationen über Schadcodes aufzubauen. Damit soll im nächsten Schritt ein europäisches Advanced Cyber Defense Center aufgebaut werden.