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Trojaner löst Drucker-Chaos aus

Seit einigen Wochen sorgt der Computertrojaner "Trojan.Milicenso" für Probleme mit Druckern auf der ganzen Welt aus. Gelangt der Schädling unbemerkt auf das System, greift er auf den Drucker zu und lässt diesen nicht mehr stillstehen.

Längere Zeit bekannt

Der Trojaner sorgt seit Anfang Juni 2012 vermehrt für Ärger in Büros und bei Privatpersonen. Bekannt ist die Malware hingegen schon seit 2010, zu diesem Zeitpunkt wurde sie erstmals vom Antiviren-Experten Symantec gesichtet.
Die Aufgabe des Trojaners ist eigentlich nur die Einblendung ungewollter Werbebanner auf dem Computer. Die Tatsache, dass "Trojan.Milicenso" derzeit Angst und Schrecken unter Besitzern von Druckern auslöst, war vom Autor vermutlich niemals geplant. Dafür sorgen nach Angaben von Symantec ungewollte Veränderungen an der Malware. Das Ausdrucken von Buchstaben in unleserlicher Reihenfolge und Form ist anscheinend nur ein Nebeneffekt.
Der Schädling entpackt auf dem Computer eine Datei, die sich in die Warteschlange für den Drucker einnistet. Windows erkennt daraus einen Auftrag für den Drucker und druckt das unendlich lange Skript aus. Ein Ende findet der Drucker erst, wenn entweder die Tinte oder aber das Papier nicht mehr zur Verfügung steht.

Weltweit verbreitet

Zunächst hat "Trojan.Milicenso" lediglich Computer in den Vereinigten Staaten befallen. Neben den USA ist inzwischen auch Indien stark betroffen. Vermehrt wird der Trojaner auch in Europa und Südamerika entdeckt. Betroffen sind in Europa neben Deutschland und Frankreich auch Großbritannien und Italien.
Verbreitung findet der Schädling über E-Mail-Anhänge, aber auch Internetseiten, die bedenkliche Skripte hosten, verteilen "Trojan.Milicenso" derzeit sehr schnell.

Veränderte Variante

Antivirenprogramme haben derzeit noch große Schwierigkeiten, den Trojaner unschädlich zu machen. Erst vor einigen Tagen entdecken Programmierer eine neue Variante des "Trojan.Milicenso". Für Schutzprogramme ist die neue Variante deutlich schwerer zu erkennen. Die Autoren des Schädlings arbeitet vermutlich weiter intensiv daran, den Trojaner weltweit weiter zu verbreiten.