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Antivirensoftware Testberichte

Antivirenprogramme bei Stiftung Warentest: Verwirrung pur

Die Stiftung Warentest hat sich im Test 3/2011 wieder einmal Antivirenprogramme zur Brust genommen und diese auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis ist einmal mehr verwirrend: Es weicht nämlich von den Tests der verschiedenen Computerzeitschriften teils erheblich ab: Computerbild, Chip, PC Go und andere testen ebenfalls hin und wieder verschiedene

Antivirenprogramme und kommen da teils zu ganz anderen Ergebnissen. Die Testergebnisse für Antivirenprogramm-Suiten unterscheiden sich aber nicht nur erheblich von denen der Computerzeitschriften, sondern auch von den Ergebnissen, zu denen die für diesen Bereich äußerst renommierte Firma AV-Test GmbH gekommen ist und das hat uns anfänglich doch etwas erstaunt.

Die Differenzen zu den Ergebnissen anderer Tester haben einen Grund. AV-Test.org testete nämlich nur die Antiviren-Komponente bzw. Antivirenprogramme der Hersteller und nicht die Suites, die zusätzliche Module wir Firewalls, Spamschutz, und anderen mehr oder weniger sinnvolle Erweiterungen enthalten, Stiftung Warentest nahm sich hingegen die Security Suites vor. Allerdings weichen trotzdem einige Ergebnisse erheblich von denen anderer Tests ab, weshalb wir dazu neigen, die Tests der Stiftung Warentest nur mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ein prominentes Beispiel ist Kaspersky. Das Antiviren-Modul von Kaspersky hat in fast allen Tests -auch in den USA- hervorragend und stets als eines der besten im Feld abgeschnitten, einzig die Stiftung Warentest sieht das anders. Das ist auch der Grund, warum wir am Ende unseres Berichts keine Empfehlung aufgrund dieser Tests geben werden.

Dabei gelangt die Stiftung Warentest teilweise auch zur selben Erkenntnis wie letztes Jahr die Computerzeitschrift C't: Die Firewalls, die mit in den Security Suites fast aller Hersteller zum Lieferumfang gehören, sind nahezu wertlos. Das ist deshalb in den meisten Fällen besonders schlimm, weil die Antiviren-Suites bei der Installation die Windows Firewall ausschalten und stattdessen ihre eigene Firewall aktivieren. Damit tauschen sie einen prinzipiell guten Schutz gegen einen schlechteren oder im Extremfall sehr schlechten Schutz aus und das ist sicher nicht im Sinne des Anwenders.

Einige Antiviren-Suites schnitten bei den Tests der Stiftung Warentest deshalb wesentlich schlechter ab, als bei anderen Tests, weil die miserable Leistung der Firewall zur Abwertung führte, was meiner Meinung auch vollkommen richtig ist. Wenn ein Kunde eine Sicherheitssoftware für den Computer kauft und sein Computer ist mit der Sicherheitssoftware in einigen Bereichen schlechter geschützt als ohne, ist das nicht akzeptabel.

Einige Schönheitsfehler sind der Stiftung Warentest aber doch unterlaufen. So wurde bei den Microsoft Security Essentials, die gerade mal noch befriedigend abgeschnitten haben, eine alte Version 1.x getestet. Die neue Version (2.x) enthält beispielsweise eine Verhaltenserkennung für Malware, die bei Version 1.x fehlt. Bei Avast! wird gar nicht angegeben, um welche Version es sich handelt, es ist aber anzunehmen, dass die Version 5 getestet wurde, da Version 6 zum Zeitpunkt des Tests noch nicht erschienen war. Version 5 ist aber nicht mehr erhältlich.

Die perfekte Sicherheitssoftware von einem einzelnen Hersteller gibt es nicht. Die einen sind gut im Erkennen von Malware, die anderen können infizierte System gut wieder bereinigen, andere machen ihren Job sehr schnell und belasten den Computer wenig und wiederum andere bieten eine gute Firewall. Leider kann kaum einer der Hersteller mehr als zwei oder drei Kriterien auf einmal erfüllen, geschweige denn alle.

In Sachen Sicherheitssoftware-Paket sollte man sich das also am besten selbst zusammen stellen. Laut Stiftung Warentest bietet G Data den besten Virenschutz, ist aber sehr Ressourcenhungrig, Avira schont die Ressourcen, ist aber langsam bei den Signaturupdates, Eset hat die beste Firewall und Kaspersky ist am besten in der Handhabung.

Wie bereits eingangs erwähnt, halten wir diese Ergebnisse nicht für repräsentativ.