Antivirensoftware

AV Comperatives beendet Langzeittest mit Antivirensoftware

Der seit November vorliegende Antivirensoftwaretest ist der zweite Teil der im August gestarteten Testreihe, die Antiviren Software untersucht. Der Schwerpunkt der Untersuchung in diesem Testabschnitt lag auf der Fähigkeit der untersuchten Antivirenprogramme, im Voraus Malware zu erkennen. Täglich tauchen neue Viren und andere Malware auf. Für die Nützlichkeit der Antivirensoftware ist es unabdingbar, dass die Programme in der Lage sind, noch unbekannte Virensoftware zu erkennen. Dazu brauchen di e Programme passive heuristische Techniken und Schutzmaßnahmen wie HIPS. In den Tests wurde diese Entdeckungsfähigkeit getestet. Für die einzelnen Programme wurden di e erfolgreichen Virenentdeckungen gezählt und in Prozentwerte umgewandelt. Mit in den Test einbezogen wurden aber auch die Anzahl der falschen Alarme. Es wurde untersucht, wie oft ein Antivirenprogramm Virengefahr meldete, die nicht vorhanden war. In die Untersuchung einbezogen wurden die gleichen Schutzprogramme wie im August. Gegen diese Produkte traten die neueste Malware, die im Zeitraum von 13. August bis 20. August auftauchte an.

Die Ergebnisse für die einzelnen Produkte

Avast Free Antivirus 6.0: Das Antivirenprogramm verfügt über eine Zuverlässigkeit bei der Entdeckung neuer noch unbekannter Malware, die bei 46,1 % liegt. Die Anzahl der falschen Alarme, die Avast anzeigte, belief sich auf 4-15 Auslösungen.

AVIRA Anitvir Personal 10.2: Zu 62,4 % konnte das Programm noch unbekannte Malware erkennen. Bei der Anzahl falscher Alarme lag es bei 4-15 Auslösungen.

BitDefender Antivirus- Plus 2012: Mit 57.2 % erkannte das Programm Malware im Voraus. Es lag bei der Rate der falschen Alarme in den Grenzen von 4-15.

eScan Anti-Virus 11.0: Der Erkennungswert lag bei 56,9 %. Die Rate falscher Alarme lag über 15 Auslösungen.

ESET NOD Antivirus 5.0: Es lag bei 61,6 %. Die falschen Alarme wurden in den Grenzen von 0-3 gezählt.

F-Secure Anti-Virus 2011: Erkannte 57,5 % der unbekannten Malware. 4-15 falsche Alarme meldete das Programm.

G DATA AnitVirus 2012: Mit 64 % erkannte das Programm Malware vorausschauend. Bei den Alarmen lag es im Bereich von 4-15.

Kaspersky Anti- Virus 2012: Erkannte noch unbekannte Malware zu 60,1 %. Die Rate falscher Alarme lag im Grenzbereich von 0-3.

Microsoft Security Essentials 2.1: Erkannte noch unbekannte Malware zu 48,7%. Die Rate falscher Alarme lag bei 0-3 Auslösungen.

Panda Cloud Antivirus 1.5: Mit 41,4 % erkannte das Programm Malware im Voraus. Bei den Alarmen lag es im Bereich von 0-3.

Qihoo 360 Antivirus 2.0: Es lag bei 67,6 %. Die falschen Alarme wurden in den Grenzen von über 15 gezählt.
Trustport Antivirus 2012: Die Alarme summierten sich zu über 15 Auslösungen auf. Malware wurde zu 61, 3 % erkannt.

Interpretation der Ergebnisse.

Beachtet werden muss, das die Ergebnisse kein absolutes Maß für Qualität sind. Sie geben nur einen Hinweis, welches Produkt mehr oder wenig in diesem Test erkannte. Der Kunde sollte deshalb beachten, dass die Software eine größere Anzahl von Malware erkennen kann, wenn sie immer auf dem neuesten Stand ist.
Um zu erkennen, wie die Antiviren Software grundsätzlich arbeitet, müssen weitere Testergebnisse hinzugezogen werden. Es kann auf die Testergebnisse von Februar 2011 und der ersten Testphase von August 2011 zurückgegriffen werden.